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Eine kreative Einladung!

07. December 2017, Redakteur: Marco Giardino - Prosa, Aktuelles, Studienalltag

von Alina Eckl

Hohoho, wir bringen frohe Kunde in die Runde.

Das Semester hat schon längst begonnen und die ersten Wochen sind verronnen.

So manche Nachtschicht ist vollbracht, mit Müh und Not wurd durch gemacht.

Doch neben all den Turbulenzen, wollen wir mit Spaß und Tanz ergänzen.

Keine Weihnachtslieder werden klingen, sondern 90's sollen Freude bringen.

Also kommt am (Tag) zu unsrer Feier vorm (Raum), kommt mit Lust und Laune...nehmt euch frei.

Um (Uhrzeit) starten wir, mit heißem Sound und kühlem Bier.

Zum Schluss noch ein Verslein zur Besinnung, haltet es gut in Erinnerung...

Wer torkelt so spät durch Nacht und Wind,es ist der Student,vor Rausch fast blind,er hält es sicher, er hält es warm, das letzte Bier in seinem Arm.


Der Drucker

18. May 2017, Redakteur: Marco Giardino - Studienalltag, Prosa

von Lisa Weisner

Der Drucker/ Plotter, eine Odyssee der unzähligen Akte
Oder der stete Kampf zwischen Hoffnung und Verzweiflung
 
Zum Anfang ein Zitat aus dem Internet:
Bei PC- Problemen sitzt das Problem zu 95% vor dem Computer.
Außer beim Drucker. Da ist das Problem IMMER der Drucker!!!


Anscheinend sind wir nicht die Einzigen, die diese Meinungsverschiedenheiten haben. Äußerst tröstlich. Ich finde dieses Zitat trifft es eigentlich ganz gut. Und es lässt sich sowohl auf Drucker als auch die Plotter anwenden. Für den besseren Lesefluss nenne ich sie jetzt einfach "Plocker".

Der Plocker weiß ganz genau, wann du zu spät dran bist. Er fühlt das, sobald du den Raum betrittst. Oder vielleicht gefällt ihm deine T-Shirt Farbe heute nicht. Vielleicht sind es auch die Schuhe? Oder hat grad seine Tage und ist eine Oberzicke und Diva? Die Mariah Carey des Instituts. Denn tun was er soll? Nicht mit ihm! Wenn man den Drucker nur piepsen hört bekommt man schon Angstzustände. Ein Druckertrauma ist entstanden. Eine wirklich ernst zu nehmende Sache, die einen sein ganzes Leben lang begleiten wird.

Es empfiehlt sich immer viel Zeit einzuplanen. Manchmal braucht es nur ein paar Streicheleinheiten. Manchmal auch Schimpfwörter… und ihm äußersten Notfall auch mal Handgreiflichkeiten. Manchmal aber auch einfach nur die Hoffnung, dass der Plotterwart grad Zeit hat und wie von Zauberhand die Plocker zum Laufen bekommt. Weil meistens ist es ja nicht nur einer der keinen Bock hat. Oft sind es 3 gleichzeitig, die nicht wollen. Geht er dann mal freut man sich doch… Oh ist das nicht die Farbe die du haben wolltest? Mhhh das tut mir jetzt aber leid…  Jetzt habe ich mich abgeschaltet beim halben Plan; ist doch nicht schlimm oder?

Pünktlich vor der Abgaben Woche stauen sich die verlorenen Seelen davor. Wegen genannten Gründen oder auch anderen… die Plocker können da sehr erfinderisch sein. Grade wenn sie am dringendsten gebraucht werden. Es ist ein Ort der Verzweiflung an dem schon viele Nerven zerstört wurden. Oft ist der Weg zum Plocker begleitet von einem unglaublichen Klammern an die Hoffnung: Bitte lass alles glattgehen. Bitte! Kein Papierstau, keine leere Patrone oder was er sonst noch so für Probleme hat. 

Manchmal gibt man einfach auf und geht zum Copyshop.

Und doch ist und bleibt es der IT-Treffpunkt im Institut. Der Pilgerort, das Mekka all derer die plotten oder drucken wollen. Allein schon wegen dem unschlagbaren Preis! Und auch weil du fast nie alleine bist. Irgendein Verzweifelter sitzt fast immer im Plotterraum. Nirgends lernst du die Leute so gut kennen wie hier! Es ist allein dem Plotterwart zu verdanken, dass irgendwann wieder alles läuft und noch nichts in die Luft geflogen ist.

Zu Verteidigung: Ich bin froh, dass wir die Plocker vor Ort haben! Wenn ich da an die Architekten denken muss, die immer eine halbe Wanderung über den Campus machen müssen zum Plotten. Und wie oft ich schon mehrmals am Tag zum Plotter gegangen bin… Die Plocker funktionieren schon den Großteil der Zeit. Nur macht dann der Scanner zicken. Aber das ist eine andere Geschichte.


Dort

15. February 2017, andreas.printz - Prosa, Studienalltag

von Karoline Altgeld

Egal wann ich vorbeikomme, Dort wird immer gearbeitet. Mittwoch morgens oder Sonntag nachts, der Arbeitsraum ist voll. In kleinen Gruppen stehen Menschen um Tische, diskutieren, planen und verwerfen. Viele schreiben eifrig auf Laptops, Notebooks oder auch die Tische, wenn gerade sonst nichts zur Hand ist. Ab und zu holen sie Experten zur Hilfe, sie hören Vorträge und vergleichen Daten, sie bauen Modelle und zeichnen Pläne.
Es gibt Menschen, deren einzige Aufgabe ist es, ihnen zu helfen. Tag für Tag, Monate lang.
Sie ist beinahe greifbar, die fokussierte mentale Kraft in diesem Raum.
Was kann so wichtig sein, dass all diese Menschen sich den Kopf darüber zerbrechen, ihre Freizeit aufgeben und sich ganz dieser Aufgabe widmen? Was steht auf dem Spiel, dass jedes Wort, jede Linie perfekt sitzen muss? Welches Ziel haben sie morgens vor Augen, was gibt ihnen die Gewissheit, dass all diese Arbeit sich lohnt?
Sie müssen einfach an etwas Wunderbarem arbeiten. Strategien gegen Hunger, Krieg und Tod. Vielleicht ein Plan, der die globale Ungleichheit auflöst, oder Kinderarbeit abschafft. Ein Weltgesundheitsplan, ein Konzept für wahre Demokratie; Gleichheit, Freiheit, Gemeinschaftlichkeit.
Eines Tages traue ich mich hinein, frage zögernd, ehrfürchtig nach dem Ziel ihre Bestrebens.
Und siehe da: Sie spielen mit Sand.